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Fenster, Türen & Sonnenschutz / Vergleich

Kunststoff oder Aluminium

Die Frage ist selten „welches Material ist besser“. Sie ist fast immer: Wie viel Rahmen wollen Sie sehen — und was darf es kosten?

Worum es geht

Beide Materialien erreichen heute Wärmedämmwerte, die vor zwanzig Jahren als unerreichbar galten. Der Unterschied liegt woanders: in der Statik. Aluminium trägt bei geringerem Querschnitt mehr, deshalb werden die Ansichten schmaler und die Glasflächen größer.

Kunststoff dämmt von sich aus, Aluminium leitet Wärme und braucht dafür eine thermische Trennung im Profil. Beides ist gelöst — es schlägt sich aber im Preis nieder.

Gegenüberstellung

Zeile für Zeile.

Beide Spalten stehen gleichrangig. Welche für Sie die richtige ist, hängt am Raum — nicht an der Tabelle.

Kunststoff

Der Standard im Wohnbau — aus gutem Grund.

Wärmedämmung
von Haus aus gut, ohne Zusatzaufwand
Ansichtsbreite
breiter, weil das Profil tragen muss
Maximale Größe
begrenzt, bei großen Elementen mit Stahleinlage
Farben
durchgefärbt oder folienbeschichtet
Pflege
abwischen, sonst nichts
Preisniveau
das günstigere der beiden

Aluminium

Wo es schmal, groß oder robust sein muss.

Wärmedämmung
gut, erfordert thermisch getrennte Profile
Ansichtsbreite
schmaler, mehr Glas bei gleicher Öffnung
Maximale Größe
deutlich größere Elemente möglich
Farben
pulverbeschichtet, nahezu jeder Farbton
Pflege
abwischen, sehr unempfindliche Oberfläche
Preisniveau
spürbar höher

Die Antwort

Wann welches.

Standardfenster im Wohnhaus, normale Größen

Kunststoff. Alles andere wäre bezahlte Reserve, die Sie nicht brauchen.

Große Fensterfront, viel Glas gewünscht

Aluminium. Die schmalere Ansicht ist hier kein Detail, sondern der ganze Effekt.

Stark beanspruchte Eingänge, Gewerbe, Publikumsverkehr

Aluminium. Die Oberfläche steckt weg, was im Wohnbau nie vorkommt.

Denkmalnahe Fassade mit schlanken Sprossen

Meist Aluminium oder Holz — Kunststoff wird an dieser Stelle schnell zu breit.

Begrenztes Budget, aber hohe Dämmanforderung

Kunststoff mit Dreifachverglasung. Das Geld wirkt im Glas stärker als im Rahmen.

Fragen

Häufig gefragt.

Hält Aluminium länger als Kunststoff?

In stark beanspruchten Lagen ja — die pulverbeschichtete Oberfläche ist unempfindlicher gegen Stöße und UV. Im normalen Wohnbau erreichen beide Materialien Standzeiten, bei denen eher der Beschlag oder die Dichtung das Ende bestimmt als der Rahmen.

Vergilbt weißer Kunststoff noch?

Heutige Profile sind UV-stabilisiert, das Problem der frühen Jahre ist gelöst. Was bleibt: Dunkle Folien auf der Südseite werden sehr warm — deshalb gehört bei dunklen Farben die Beschattung mitgedacht.

Gibt es Fenster aus beidem?

Ja, als Verbundkonstruktion mit Kunststoff innen und einer Aluminiumschale außen. Innen bleibt die gute Dämmung, außen bekommen Sie die robuste Oberfläche und die freie Farbwahl.

Was ist mit Holz?

Holz dämmt hervorragend und ist bauphysikalisch unschlagbar, verlangt aber Pflege der Wetterseite in regelmäßigen Abständen. Wer das einplant, bekommt das angenehmste Material von allen — wer es nicht einplant, ärgert sich nach acht Jahren.

Die technischen Klassen hinter diesen Fragen stehen gesammelt unter Technik & Normen.

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Im Zweifel: messen lassen.

Welche Variante an Ihrem Haus die richtige ist, sieht man vor Ort in zehn Minuten. Beim Termin wird gemessen, nicht unterschrieben.

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